Der Prozess des Milchschäumens kann in zwei Abschnitte unterteilt werden. Die Milch sollte immer kalt, in Kühlschranktemperatur, geschäumt werden. Zunächst wird der Dampf aus dem Dampfhahn abgelassen, um das Kondenswasser zu entfernen. In dieser ersten Phase wird mit Hilfe der Dampfdüse Luft in die kalte Milch injiziert. Dazu wird der Dampfhahn wenige Millimeter in die Milch getaucht und dann vollständig geöffnet. Jetzt wird die Kanne etwas nach unten bewegt, um mit dem Dampf Luft in die Milch zu bringen. Durch das Herunterziehen der Kanne entsteht Schaum und das Volumen vergrößert sich. Sobald die Temperatur der Milch bei etwa 35° C liegt, wird die Rollphase eingeleitet, indem die gesamte Milchmenge zum Rollen gebracht wird. Dazu wird die Dampflanze leicht dezentral in der Kanne gehalten. Die Oberfläche darf nicht aufgerissen werden, denn große Luftblasen würden ihr ihre cremige Konsistenz nehmen; alle Bereiche der Milch sollen durchdrungen werden. Der Austrittswinkel der Dampfdüse soll bei etwa 20° liegen, denn nur so wird die gesamte Milchmenge während der Rollphase in Bewegung gehalten. Wenn die Außentemperatur der Kanne eine Berührung mit der Hand nicht mehr zulässt und die Milchtemperatur ca. 62° C beträgt, ist das Aufschäumen der Milch beendet. Danach muss nur noch die im Dampfarm befindliche Milch durch kurzes Öffnen entfernt und der Dampfhahn mit einem Tuch gereinigt werden.