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Reise zum Ursprung - Alps Coffee zu Besuch in Äthiopien

Das ostafrikanische Land Äthiopien ist die Wiege des Kaffees – und das Ziel einer spannenden Reise, die das achtköpfige Team von Alps Coffee zurück zu den Wurzeln der Kaffeeproduktion geführt hat. Im November ist in Äthiopien Erntezeit – der Zeitpunkt war also ideal gewählt. Der erste Weg führte die Gruppe daher auch gleich auf die Fairtrade-Plantage, wo die roten Kaffeekirschen im aufwändigen Picking-Verfahren geerntet werden. Die Voraussetzungen im Hochland von Äthiopien sind optimal für den Anbau hochwertiger Arabica-Bohnen.

Nach dem Besuch der Plantage ging’s direkt weiter in die Produktionsstätte. Dort wurde vorgezeigt, wie die Kaffeebohnen im Nass- oder Trockenverfahren von Fruchtfleisch und Schalenhaut befreit und dann noch einmal von Hand aussortiert werden. Schon beeindruckend, wieviel Handarbeit die Ernte und Verarbeitung von Kaffee erfordern! Wobei dies noch lange nicht das Ende der Prozesskette war! Denn nun werden die Bohnen in große Jutesäcke verpackt und in die Lager rund um die größeren Städte des Landes gebracht.

Maschinell wird dort dann die letzte Schicht – die Pergament-Haut – von der Bohne entfernt. Dann erst wird der Rohkaffee in die Säcke für die Vermarktung abgepackt. Kaffee hat in Äthiopien einen besonders hohen Stellenwert. Nicht nur, weil es zwischen 6.000 und 15.000 Varietäten – und vermutlich noch mehr – gibt, sondern weil die Kaffeezeremonie in Äthiopien fester Bestandteil des Alltagslebens ist und als wichtiges soziales Bindeglied gilt. Der Kaffeesatz, so haben wir es gelernt, wird in der Regel dreimal aufgebrüht. Der erste Aufguss ist dem Mann bzw. Ältesten vorbehalten, der zweite der Frau und der dritte den Kindern. Wohl weniger aus hierarchischen Gründen, sondern vielmehr, weil der Kaffee mit jedem Aufguss schwächer und bekömmlicher wird. Nach vier Tagen ging die Reise zu den Wurzeln des Kaffees zu Ende. Zurückgekehrt ist das Team mit vielen neuen Informationen, bleibenden Eindrücken von einem faszinierenden Land und der Erkenntnis, dass Kaffee verbindet – auf allen Ebenen.

Kaffee-Wurzeln

Kaffee stammt ursprünglich aus Äthiopien. Über Handelsrouten gelangt er im 14. Jahrhundert nach Arabien, wo er unter dem Namen „Kahwah“ zum neuen „Wein des Islam“ wird. Über das Osmanische Reich breitet sich der Kaffee im 16. Jahrhundert weiter aus und erreicht schließlich Europa.

Kaffeehauskultur

1554 wird in Konstantinopel das erste Kaffeehaus auf europäischem Boden gegründet. Es folgen Oxford (1650), Marseille (1671), Paris (1672) und Wien (1683). In England entwickelt sich aus dem Kaffeehaus der exklusive Club; im restlichen Europa das gewöhnliche Café.

Kaffee-Legende

Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten. Einer Legende nach soll ein Hirte aus Kaffa um 850 beobachtet haben, wie seine Ziegen lebhafter wurden, wenn sie Kaffeekirschen aßen. Neugierig probierte er selbst … und die Kaffee-Geschichte nahm ihren Lauf.

Kaffee-Monopol

Bis ins 17. Jahrhundert hatte die arabische Welt das Monopol des Kaffeehandels inne. Dieses fiel mit den Anfängen der Kolonialisierung, als holländische und englische  Seefahrer die Kaffeepflanze in ihren Kolonien auf der ganzen Welt verbreiteten.